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Untersuchung des Verkehrsablaufs an Einfahrten von planfreien Knotenpunkten der Straßenkategoriengruppe A - Ein Beitrag zur Dimensionierung der Einfahrtöffnung

Kurzfassung

Vor dem Hintergrund eines ständigen Anstiegs der Verkehrsdichte und der Geschwindigkeit auf Bundesautobahnen (BAB) sowie einer zunehmenden Verdichtung des BAB-Netzes werden die Verkehrsabläufe auf den Bundesautobahnen immer komplexer. Infolge dieser Veränderungen der äußeren Beanspruchsfaktoren hat sich auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer geändert.

Die bevorstehenden Investitionen zur Ergänzung bzw. in den östlichen Bundesländern bzw. Ausbau des BAB-Netzes bedürfen abgesicherter Bemessungsgrundlagen zur Dimensionierung der zu planenden Straßen. Dabei liegen erhebliche Sparpotentiale u.a. in der Dimensionierung und Entwurfsgestaltung der Knotenpunkte. Ein mögliches Einsparungspotential liegt in einer Verkürzung der Einfädelungsstreifen.

Um die Auswirkungen einer Verminderung des Standards der Entwurfselemente planfreier Knotenpunkte, insbesondere die Verkürzung der Einfädelungsstreifen sowie die Anwendung geringerer Entwurfsgeschwindigkeiten für die Einfahrrampen, auf den Verkehrsablauf beurteilen zu können, sind detaillierte Kenntnisse über den Verkehrsablauf im Bereich der Einfahrten in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsniveau in der Einfahrrampe und auf der Hauptfahrbahn notwendig.

Die Untersuchung kommt u.a. zu dem Ergebnis, daß die benötigte Länge der Einfahrtöffnung in einem Zusammenhang mit der Rampentrassierung, die das Geschwindigkeitsniveau in der Einfahrrampe beeinflußt, und dem Verkehrsaufkommen auf der Hauptfahrbahn zu sehen ist. Mit Hilfe der Kenntnisse über dieses Zusammenspiel ist es möglich, auf ortsspezifische
Randbedingungen beim Entwurf von Einfahrten an planfreien Knotenpunkten einzugehen.

Hinweise auf eine prinzipiell mögliche Verkürzung bzw. notwendige Verlängerung der Einfahrtöffnung von dem in den gültigen Richtlinien verankerten Maß von 250 m können aus dieser Untersuchung nicht abgeleitet werden. Der Vergleich der hier gewonnenen Erkenntnisse mit Ergebnissen aus einer neueren Untersuchung an planfreien Knotenpunkten (Kategoriengruppe B) mit paralleler Rampenführung macht deutlich, daß Einfahrprozesse an diesen Knotenpunkten wesentlich früher abgeschlossen werden. Die Geschwindigkeitsanpassung sowie das Abpassen einer geeigneten Fahrzeuglücke im Hauptstrom ist bei paralleler Rampenführung offensichtlich leichter möglich als bei gekrümmter Rampenführung.

Die verkehrlichen Vorteile der parallelen Rampenführung, in Verbindung mit dem geringeren Flächenbedarf und den niedrigeren Baukosten, deuten darauf hin, daß diese u. U. auch an Straßen der Kategoriengruppe A Anwendung finden könnte.