Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Aktuelles

  • Studentische Hilfskraft gesucht!
    8-15 Stunden/Woche ab 01.02.2022 [mehr]
  • DVWG-Vortrag zum Thema: "Platz für Rad- und Fußverkehr – eine Herausforderung für die kommunale Planung"
    21.10.2021 um 16 Uhr (online via Zoom) [mehr]
  • Informationen über Prüfungsergebnisse
    Etwurfsplanung Grundlagen der Verkehrsplanung Schall- und Immissionsschutz Aktuelle Themen des... [mehr]
  • Informationen zu Belegkarten im Modul Grundlagen des Individualverkehrs
    Bis zum 01.10.2021 werden die Belegkarten für das Modul Grundlagen des Individualverkehrs nur noch... [mehr]
  • Allgemeine Änderungen der Prüfungsformen für das WS 20/21
    Grundlagen der Verkehrsplanung und -systeme Verkehrsplanung unter rechtlichen Rahmenbedingungen; ... [mehr]
zum Archiv ->

Ein Ansatz zur zielorientierten Maßnahmenidentifikation bei der Aufstellung von Bedarfsplänen im Verkehrssektor

Kurzfassung

Im Rahmen der Arbeit wurde ein strukturierter Ansatz entwickelt, welcher als
Grundlage für eine zielorientierte Maßnahmenidentifikation in der Bedarfsplanung dienen soll. Zunächst wurde der Status quo der Verkehrsplanung analysiert. Dazu wurde eine Literaturauswertung vorgenommen sowie bestehende Bedarfsplanungen und Zielsysteme auf ihre Zielorientierung und Transparenz hin untersucht. Abschließend werden die verschiedenen Problemfelder der Verkehrsplanung zusammenfassend dargestellt.

Darauf aufbauend wurde ein standardisierter Ansatz zur zielorientierten Maßnahmenidentifikation entwickelt. Den Verkehrsplanem wird mit dem Ansatz die Möglichkeit gegeben, in einem frühen Planungsstadium den Beitrag einer Maßnahme zu einem Kernset an Zielstandards nachzuweisen und eine ganzheitliche Beurteilung der Maßnahmen vorzunehmen. Der Ansatz stellt somit ein kombiniertes Filterverfahren dar. Dabei sind verschiedene Varianten der Filterung von Infrastrukturmaßnahmen möglich.

Im Praxisteil wurden insgesamt zehn Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen - anhand des entwickelten Ansatzes - einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Die
Analyse basiert auf Daten der Bundesverkehrswegeplanung 2003 und der Integrierten Gesamtverkehrswegeplanung NRW. Fünfzig Prozent der analysierten Maßnahmen können nicht in dem Maßnahmepool aufgenommen werden.

Anschließend werden die Analyseergebnisse zusammenfassend dargestellt. Es
lässt sich festhalten, dass

  • konkrete Standards nicht für alle Bereiche definierbar sind,
  • die Heterogenität von Infrastrukturmaßnahmen die Definition von differenzierten Zielstandards für verschiedene Maßnahmengruppen notwendig macht,
  • Maßnahmen mit hohen Nutzen-Kosten-Verhältnis - bei dem hier gewählten Ansatz - nicht zielkonform sein können,
  • theoretisch auch eine Beurteilung von Schienenprojekten mit dem Ansatz möglich ist.

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen wurde abschließend der weitere
Forschungsbedarf aufgezeigt. Es ergeben sich folgende Fragen:

  • Gibt es weitere Varianten der Maßnahmenidentifikation?
  • Ist eine Visualisierung der Maßnahmenidentifikation möglich?
  • Kann eine sukzessive Elimination innerhalb des Maßnahmenpools stattfinden?
  • Wie kann ein Ansatz zur netzbezogenen Maßnahmenidentifikation von der wissenschaftlichen Ebene weiter vorangetrieben werden?
  • Können die Erkenntnisse des hier entwickelten Ansatzes in die Erfolgskontrolle von Infrastrukturmaßnahmen einfließen?