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Modellierung von Störungen des Verkehrsablaufs durch Ein- und Ausparken am Fahrbahnrand

Kurzfassung

Über den Einfluss von Parkmanövern im öffentlichen Straßenraum auf die Verkehrssicherheit und auf den Verkehrsablauf liegen bisher keine ausreichenden Kenntnisse vor. Ziel der Untersuchungen war es daher, Gefährdungspotenziale beim Ein- und Ausparken zu quantifizieren, den Einfluss von Parkmanövern auf den Verkehrsablauf zu beschreiben und die relevanten Ergebnisse in einem Simulationsmodell zusammenzufassen.

Anhand von Unfallstatistiken wurde nachgewiesen, dass Parkmanöver im Zusammenhang mit dem fließenden Verkehr im Unfallgeschehen praktisch keine Rolle spielen. Auch Konfliktsituationen, aus Videoaufnahmen abgeleitet, ergeben sich nur bei einer verschwindend kleinen Anzahl (unter 1 %) der Ein- und Ausparkmanöver, wobei eine besondere Gefährdung der Radfahrer sich nicht nachweisen ließ. Aus einer vorangegangenen Untersuchung zum Linksparken wurde die Empfehlung übernommen, das Parken am linken Fahrbahnrand, wenn überhaupt, dann nur in Straßen mit zul. V = 30 km/h zuzulassen.

Empirische Untersuchungen zu Wartezeiten im fließenden Verkehr, verursacht durch Parkmanöver, erbrachten vernachlässigbar geringe Beiträge in der Größenordnung von unter einer Zehntelsekunde bis zu wenigen Zehntelsekunden je Fahrzeug. Trotzdem wurde ein frei verfügbares Simulationsprogramm "EPAVA" entwickelt, mit dem die Auswirkungen variierender Randbedingungen, wie unterschiedliche Verkehrsstärken oder Anteile von Linksparkern auf die Parkraumauslastung oder den Parksuchverkehr ermittelt werden können. Das Auftreten von Unfällen und Konflikten wurde aus den genannten Gründen im Modell nicht simuliert.