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Ein Beitrag zur Verbesserung der Angebotssituation und der Verkehrssicherheit für den Fußgängerverkehr

Kurzfassung

Stetig steigende Kraftfahrzeugzahlen ziehen zwangsläufig neue Planungsstrategien nach sich. Die Bequemlichkeit der Bürger wird durch den hohen Lebensstandard und den relativ leichten Zugang zu den Automobilen gefördert. So ist es heute kaum verwunderlich, wenn rein statistisch in fast jedem Haushalt zwei Personenkraftwagen vorhanden sind und die Mobilität fast grenzenlos ist. Diese Auswirkungen führen speziell in den Stadtzentren zu nicht verträglichen Bedingungen (Staus, Unfälle, Lärm-, Schadstoffemissionen, Parksuchverkehre, Flächeninanspruchnahme für den ruhenden Verkehr), denen die Passanten und die Umwelt ausgesetzt sind. Deshalb ist es zwingend notwendig, daß alle Verkehrssysteme (MIV, ÖPNV, Fahrrad, Fußgänger) gleichberechtigt nebeneinander existieren können. Die Realisierung der Gleichwertigkeit der Verkehrssysteme ist mit Hilfe des momentanen Leitbildes des ?Stadtverträglichen Verkehrs" möglich. Die Umsetzung hingegen gestaltet sich schwierig, da viele Straßenräume durch die Vorgaben der alten Leitbilder geprägt sind. Leitbilder bedürfen der ständigen Fortschreibung von Planungen und entsprechen infolgedessen dem jeweiligen Zeitgeist, sie können somit als ?Stand der Technik" betrachtet werden. Von daher werden auch in Zukunft Einsichten und Meinungen die Stadtverkehrsplanung ständig verändern.

Im Rahmen dieser Untersuchung soll zunächst gezeigt werden, wie sich die Anschauung und die Regelwerke (Richtlinien) in der Verkehrsplanung wandelten. Anhand der Retrospektive wird die Entwicklung von der Förderung des Automobils über einen längeren Zeitraum und der Vernachlässigung der anderen Verkehrssysteme (ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer) bis hin zum ?Stadtverträglichen Verkehr", der die Gleichberechtigung der Verkehrssysteme beinhaltet, ersichtlich sein. Da die Wegenetze noch nicht auf das aktuelle Leitbild der Stadtverkehrsplanung abgestimmt sind und die innerstädtischen Verkehrssysteme dadurch nicht miteinander harmonisieren, ereignen sich Unfälle zwischen den starken, motorisierten und den schwächeren, nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern.

Ein Untersuchungsansatz soll mögliche Zusammenhänge (Wirkungsbetrachtung) zwischen der Straßenrandbebauung, dem Straßenraum und den Unfällen der Fußgänger mit Kraftfahrzeugen nachweisen. Auf den Untersuchungsergebnissen aufbauend werden dann Vorschläge erarbeitet, die eine Verbesserung der Angebotssituation und der Verkehrssicherheit für den Fußgängerverkehr ermöglichen.