Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Aktuelles

  • Studentische Hilfskraft gesucht!
    8-15 Stunden/Woche ab 01.02.2022 [mehr]
  • DVWG-Vortrag zum Thema: "Platz für Rad- und Fußverkehr – eine Herausforderung für die kommunale Planung"
    21.10.2021 um 16 Uhr (online via Zoom) [mehr]
  • Informationen über Prüfungsergebnisse
    Etwurfsplanung Grundlagen der Verkehrsplanung Schall- und Immissionsschutz Aktuelle Themen des... [mehr]
  • Informationen zu Belegkarten im Modul Grundlagen des Individualverkehrs
    Bis zum 01.10.2021 werden die Belegkarten für das Modul Grundlagen des Individualverkehrs nur noch... [mehr]
  • Allgemeine Änderungen der Prüfungsformen für das WS 20/21
    Grundlagen der Verkehrsplanung und -systeme Verkehrsplanung unter rechtlichen Rahmenbedingungen; ... [mehr]
zum Archiv ->

Ein Beitrag zur Straßennetzgestaltung nach umweltrelevanten Gesichtspunkten

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verkammerung von natürlichen Lebensräumen und den damit verbundenen Folgewirkungen

  • des Aussterbens isolierter Tier- und Pflanzenpopulationen und
  • der Verschiebung der Artenzusammensetzung zugunsten der

Spezialisten wird in der vorliegenden Arbeit eine veränderte Berücksichtigung von Umwelteffekten im Verkehrsplanungsprozeß vorgeschlagen und näher analysiert.

Probleme und Konfliktsituationen in der natOrlichen, unbebauten Umwelt, deren Ursachen insbesondere in erkennbaren Handlungspotentialen der Straßennetzgestaltung zu finden sind, lassen die Ablösung des derzeitigen Leitbildes der Verkehrsplanung "Stadtverträglicher Verkehr" durch ein neues Leitbild "Stadt- und umweltgerechter Verkehr- als wünschenswert erscheinen.

In dem neuen Leitbild sind - als Anreicherung und Ergänzung der bewährten Zielvorstellungen - die Zielsetzungen des Erhaltes natürlicher Ressourcen durch Vermeidung zusätzlicher Zerschneidungen sowie der Ausdehnung natürlicher Lebensräume durch Abbau bestehender Umweltbeeinträchtigungen Infolge des vorhandenen Straßen- und Wegenetzes zu etablieren.

Handlungsspielräume zur planerischen Umsetzung dieser Zielsetzungen sind durchaus vorhanden. So hat eine Fallbeispieluntersuchung in mehr als drei Gemeinden des Kreises Wesel gezeigt, daß eine Netzoptimierung

  • Flächengewinne in unzerschnittenen Räumen und die anteilsmäßige Zunahme größerer zusammenhängender Flächen bewirken,
  • die Streckenlänge und Verkehrsarbeit in sensiblen Bereichen reduzieren und
  • die Netzdichte und den Anteil der versiegelten Fläche verringern

kann, ohne daß die verkehrlichen und nicht-verkehrlichen Funktionen des Straßen- und Wegenetzes unvertretbar beeinträchtigt werden.

Bis zur vollständigen Entfaltung eines neuen Leitbildes bedarf es weiterer Untersuchungen. Gleichwohl wird im Rahmen dieses Beitrages zur Straßennetzgestaltung nach umweltrelevanten Gesichtspunkten ansatzweise der Nachweis erbracht, daß die EinfOhrung einer verfahrensrechtlich verankerten Umweltverträglichkeitsprüfung der Verkehrsnetzstruktur und Verkehrsnetzdichte (Plan-UVP) als Ergänzung der gängigen vorhabenbezogenen Untersuchungen (Projekt-UVP) wirksam zur umweltorientierten Gestaltung von Verkehrsnetzen - und somit zur Minimierung von Verkammerungs- und Zerschneidungseffekten - beitragen kann.