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Einsatzbereiche neuartiger Transportsysteme zwischen Bus und Bahn

Kurzfassung

Die Dissertation behandelt Systementwicklungen und -anwendungen neuartiger Transportsysteme zwischen Linienbusverkehr und Straßenbahn, die in innerstädtischen Verkehrsräumen eingesetzt werden sollen. Transportsysteme zwischen Bus und Bahn können hierbei als niederflurige und kapazitätsstarke Fahrzeuge auf Basis moderner Bustechnologie bezeichnet werden, die bevorrechtigt auf hochwertig ausgebauten Eigentrassen eingesetzt werden. Untersuchungsergebnisse und Erkenntnisse zu diesen Transportsystemen sind bisher nur in sehr begrenztem Umfang verfügbar. Deshalb wird ein umfassendes Bild der Vor- und Nachteile erstellt. Die Forschungsarbeit ist auch als Entscheidungshilfe für Neuplanungen gedacht.

Wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist eine übergeordnete Klassifizierung der Fahrzeugkonzepte zwischen Bus und Bahn, dannach erfolgt eine umfassende fahrzeug- und fahrwegseitige Untersuchung, wobei die Betriebsreife anhand der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit der einzelnen fahrzeug- und fahrwegseitigen Systemkomponenten - dies sind Fahrzeug- und Antriebskonzept, Komponenten wie Querführung, Stromzuführung, elektronische Deichsel sowie Fahrwegkonstruktionen kritisch betrachtet wird. Dabei zeigt sich, dass man bei einer breit angelegten Anwendung vorerst noch auf bewährte Nutzfahrzeug- bzw. Bahntechnik setzten sollte.

Darüber hinaus wird der Weg von einzelnen Städten vorgestellt und anhand
deren Systemimplementierungen das verkehrsplanerische Leistungsspektrum
der Transportsysteme zwischen Bus und Bahn vor Augen geführt. Es werden verkehrsplanerische Einsatz- und Entwurfsparameter abgeleitet. Da eine komplexe Entscheidung wie die Auswahl eines Transportsystems per se weder allgemeingültig noch in "Maß und Zahl" ausdrückbar ist, wird das Leistungsspektrum dieser Fahrzeugtypen in einem Planungsleitfaden gegenübergestellt, der systemspezifische, betriebstechnische, städtebauliche sowie wirtschaftliche Aspekte beinhaltet. Der weitergehende Prozeß einer Eignungsfeststellung setzt voraus, dass einzelfallspezifisch gesamtgemeindliche Zielsetzungen, Nutzungsverträglichkeiten sowie Betriebsprogramm vorab bekannt sein müssen.

Festgehalten werden kann, dass die Transportsysteme zwischen Bus und Bahn eine erweiterte verkehrstechnische Wahlmöglichkeit schaffen und die Wirtschaftlichkeit bei den Bau- und Betriebskosten steigern. Der Planungsansatz eines neuen Straßenbahnsystems wäre demnach aus wirtschaftlicher Hinsicht so lange zu vermeiden, wie es die Bewältigung des Fahrgastaufkommens ermöglicht. Dies erfordert aber die entschlossene Nutzung moderner planerischer, gestalterischer und betriebstechnischer Erkenntnisse bei der Verwendung eines busorientierten Transportsystems, insbesondere im Bereich der städtebaulichen Integration einer Eigentrasse sowie bei der Vermittlung eines hochwertigen Bedienungsangebotes.