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Ein Beitrag zur Beschreibung des Sicherheitsempfindens von Fußgängern auf innerstädtischen Straßen

Kurzfassung

Für Planungsmaßnahmen, die einer umweltorientierten Beurteilung unterzogen werden sollen, nennt der Entwurf zum 'Merkblatt für die Berücksichtigung von Urnweltkriterien bei der Verkehrsplanung' der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen elf planungsrelevante Umwelteinflüsse, denen
als Primäreinflüsse entscheidende Bedeutung zukommt.

Für das im Merkblattentwurf aufgeführte Urnweltkriterium 'Sicherheitsempfinden' liegen bislang weder eine eindeutige Definition noch anwendungsfähige Quantifizierungsansätze vor. Mit der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, über eine Abgrenzung zu Urnweltkriterien ähnlicher Thematik einen Quantifizierungsansatz für das Sicherheitsempfinden abzuleiten und beispielhaft zu erproben.

Das Sicherheitsempfinden wird als eine Größe definiert, die mit Hilfe objektiverfaßbarer Kenngrößen von Verkehrswegen, Verkehrsabläufen und weiterer damit verbundener Randbedingungen, das subjektiv von Anwohnern und Nutzern im Rahmen ihrer Verkehrsteilnahme als Fußgänger empfundene Sicherheits- bzw Unsicherheitsgefühl bei der Benutzung unterschiedlich
gestalteter Straßen erklärbar machen soll. Es soll dabei als Umwelteinfluß den Wirkungszusammenhang zwischen den Einflußgrößen

  • Empfinden von Personen bei der Verkehrsteilnahme als Fußgänger,
  • Verhaltensmuster von Personen im Verkehr,
  • Verkehrsverhältnisse sowie
  • Straßen- und Umfeldcharkteristik

herstellen. Die Betrachtung dieser mit Hilfe verschiedener Erhebungsverfahren für einzelne Straßenabschnitte innerstädtischer Bereiche erfaßten Einflußgrößen soll es ermöglichen, über die Beurteilung der Verkehrssicherheit auf der Basis
von Unfallzahlen hinaus, die subjektiven Sicherheitsansprüche der Anwohner an ihr Wohnumfeld zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, ddß bei einer Betrachtung aller Einflußgrößen des Sicherheitsempfindens eine für diesen Untersuchungsraum interpretierbare Bewertung von der befragten Personengruppe, sowohl für einzelne Straßenabschnitte als auch fur zurückgelegte Wege, vorgenommen wurde. In vielen Bereichen sind die Ergebnisse allerdings über ein
sehr weites Ernpfindungsspektrum gestreut und sie bilden keine geeignete Grundlage, um alle Straßen eines Untersuchungsraumes zu bewerten. Hinzu kommt, daß die Aussagen nur für die untersuchten Gebiete Gültigkeit haben und nicht ohne weiteres auf Gebiete ahnlicher Struktur übertragen werden
können.

Aufgrund dieser Ergebnisse wird es nicht für möglich gehalten, mit Hilfe dieses Quantifizierungsansatzes Quantifizierungsmaßstäbe für das Sicherheitsempfinden zu entwickeln, die allgemein auf innerstädtische Straßen anwendbar sind.