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Radfahren bei beengten Verhältnissen – Wirkung von Piktogrammen und Hinweisschildern auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit“

Eckdaten zum Projekt:

  • Geldgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
  • Laufzeit: 08/2016 bis 02/2020
  • Projektleiter/-bearbeiter: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Dipl.-Ing. Anne Koppers, Dipl.-Ing. Tanja Leven

Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Forschungsprojekt „Radfahren bei beengten Verhältnissen – Wirkung von Piktogrammen und Hinweisschildern auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit“, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020, wird in Kooperation des Fachzentrums Verkehr der Bergischen Universität Wuppertal und dem Bereich Diagnostik und Intervention der Technischen Universität Dresden durchgeführt und beschäftigt sich mit der Wirkung von Hinweisbeschilderung zur Radwegebenutzungspflicht und Fahrrad-Sinnbildern auf der Fahrbahn.

Derartige Maßnahmen werden in mehreren deutschen Städten in letzter Zeit insbesondere im Zusammenhang mit der Aufhebung der Benutzungspflicht vorhandener Radwege umgesetzt. Des Weiteren finden sie in Straßenräumen, in denen regelkonforme Radverkehrsanlagen zwar laut Regelwerk notwendig wären, aber aufgrund zu geringer Abmessungen nicht umsetzbar sind, Anwendung.

Die Nutzung von Hinweisbeschilderung und/oder der Markierung des Fahrradpiktogramms hat das Ziel, die vorhandene Führungsform „Mischverkehr“ zu unterstützen, den Radverkehr insbesondere in vormals unfallauffälligen Situationen sicherer zu gestalten und das Verkehrsklima zu verbessern. Die Präsenz und die Rechte von Radfahrern sollen damit verdeutlicht werden, wobei das gegenseitige Miteinander im Vordergrund steht. Allerdings sind im Rahmen der geltenden StVO insbesondere die Fahrrad-Sinnbilder nicht vorgesehen.

Da es bislang noch keine umfassenden Erkenntnisse und Umsetzungsempfehlungen zu derartigen Maßnahmen gibt, werden in dieser Studie die Wirkung solcher Markierungen und Hinweisbeschilderungen oder entsprechende Kombinationen untersucht. Dabei soll mit Hilfe von Kamerabeobachtungen und Befragungen der Verkehrsteilnehmer untersucht werden, inwiefern diese Maßnahmen durch die Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden, wie sie verstanden werden, in welchem Ausmaß eine Änderung bzw. Anpassung des Fahrverhaltens von Rad- und Autofahrenden stattfindet und ob Verbesserungen der Verkehrssicherheit festgestellt werden können.

Das Projekt soll somit dazu beitragen zu erforschen, unter welchen Rahmenbedingung diese Maßnahmen zur Unterstützung des Mischverkehrs sinnvoll sind, wie sie ausgestaltet werden sollen und wie die Umsetzung und Akzeptanz durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden kann.

Ziel ist es, Erkenntnisse über diese Maßnahmen zur Unterstützung des Mischverkehrs zu gewinnen, um daraus praxisgerechte Hinweise zur Umsetzung derartiger Maßnahmen (u.a. Einsatzbereiche und begleitende Öffentlichkeitsarbeit) für Kommunen abzuleiten.

Die Erkenntnisse des Projektes sollen gegen Ende der Projektlaufzeit Vertretern von Kommunen und Experten in einer Abschlussveranstaltung vorgestellt und diskutiert werden. Am Ende des Projektes soll ein praxisgerechter Leitfaden entstehen.